336 Seiten, Maße: 125 x 198 mm, Broschur, ISBN: 978-3-86680-636-8, Erstveröffentlichung 22.07.2010, Unveränderte Ausgabe Juni 2012
Die zerschmetterte Leiche einer jungen Frau trägt ein grausiges Wundmal. Der Täter hat sein Opfer einfach mit einem Schnitt in die Brust abgehakt. Damit wird die Befürchtung von Kommissar Martin Sandor zur Gewissheit: Ein Serientäter treibt sein Unwesen in der hessischen Landeshauptstadt. Wann wird er wieder zuschlagen? Was verbindet die Opfer? Wer ist in Gefahr?
Eine Spur nach der anderen erweist sich als falsch. Bis sich eine junge Frau bei der Polizei meldet, weil sie merkwürdige Drohbriefe erhält. Können Sandor und seine Kollegen die Frau als Lockvogel einsetzen?
Mit großer bildnerischer Kraft erzählt die Wiesbadenerin Kerstin Hamann die Geschichte eines Menschen, der aus einer tiefen Verletzung heraus zum Mörder wird und seine Taten theatralisch inszeniert. Die Kälte des Todes raubt nicht nur dem Kommissar den Atem, auch der Leser kommt kaum zum Luftholen.

Der Kriminalroman ist äußerst raffiniert strukturiert. Er lockt den Leser ständig auf eine andere Fährte und überrascht mit einem verblüffenden Ende.

Mit großer Raffinesse hat die Autorin die schauerlichen Momente komponiert, so dass man auf den großen Showdown zur Entdeckung des Serienkillers umso neugieriger wird. Gänsehaut pur.

Frösteln macht Kerstin Hamann mit ihrem Krimi, wo reichlich Blut spritzt auf Wiesbadens Pflaster.

Ein Krimi, der mich fast dazu gebracht hätte, zu schummeln, weil ich es einfach nicht mehr aushalten konnte, so lange so unwissend zu sein. Aber ich habe durchgehalten, ehrlich. Nein ich hab nicht auf den letzten Seiten heimlich gespitzelt, obwohl ich es sehr gern getan hätte. Ja, ich muss sagen, diesen Krimi kann ich weiter empfehlen, ohne Probleme.

Kerstin Hamann versteht es wunderbar, raffinierte Erzählstrukturen mit außerordentlich unterhaltsamen Elementen zu verbinden. So wie es sich gehört, legt sie auch eine ganze Reihe falsche Fährten aus, gegen die nicht einmal ihre ermittelnde Hauptfigur immun zu sein scheint. Hierbei versteht sie es, Leserinnen und Leser regelrecht an ihren Krimi fesseln. Die gut 300 Seiten vergehen wie im Flug und das völlig unerwartete Ende setzt dem Ganzen dann die Krone auf! Donnerwetter!

Der Debütroman "Abgehakt" von Kerstin Hamann braucht sich hinter bekannten Kriminalromanen nicht zu verstecken. Die Autorin hat ein großes Potenzial für raffinierte Psychothriller. Mit ihrem Wiesbaden-Krimi ist Kerstin Hamann ein fesselnder, interessant geschriebener Kriminalroman gelungen, der von Anfang bis zum überraschenden Ende einen hohen Spannungsbogen aufweist.





