192 Seiten, Maße: 125 x 198 mm, Broschur, ISBN: 978-3-86680-564-4, 1. Auflage 26.10.2009
Sechs Jahre ist die deutsch-tschechische Grenze nun schon geöffnet, die Menschen haben sich an die Besuche im Nachbarland gewöhnt. Doch nicht nur harmlose Einkäufer und Waren passieren die Grenze … Endlich beginnen auch die Polizeibehörden, sich über eine Zusammenarbeit Gedanken zu machen. Doch woher soll das bayerische Innenministerium Beamte nehmen, die tschechisch sprechen? Da kommt Jan Kral ins Spiel, Pädagoge aus Selb, ehemaliger Lehrer an der Polizeischule und gebürtiger Tscheche. Er wird Kapitän Josef Brückner in Eger zugeteilt. Gemeinsam werden sie mit Mord und Entführung konfrontiert. Die Spuren führen auf beide Seiten der Grenze. Was als kurzes Austauschprogramm geplant war, entwickelt sich schnell zu einem dramatischen Kriminalfall, bei dem keiner mehr weiß, wer Freund ist und wer Gegner.
Aktuelles

Das Vater-Tochter-Team hat es sich nicht einfach gemacht. Und das tut der Handlung gut. [...] Nicht nur die Hauptfigur, der knurrige und dennoch knuffige Pädagoge, auch alle anderen Figuren sind wirklich greifbar, treten einzeln aus der spannenden Geschichte hervor und gewinnen Kontur. Stringent erzählt gönnen die Königs dem Leser kaum eine Atempause. [...] Aber eben nicht nur die gelungenen Spannungsbögen und die mit Verve erzählte Handlung machen den Roman interessant. Es bleibt auch viel Platz für augenzwinkerndes Lokalkolorit.

eine lebendige und anschauliche Schreibart

Ein toller Roman, den man lesen sollte. Rainer und Birgit König haben das Lebensgefühl der Menschen in der Grenzregion, die sprachlichen und landschaftlichen Besonderheiten mit eingebaut und einen Kriminalfall mit überraschenden Wendungen geschrieben.

Die Autoren setzen sich, verpackt in feiner Ironie, mit den immer noch gestörten deutsch-tschechischen Beziehungen auseinander. [...] In hintergründig-amüsanten Debatten werden das Verhältnis der Menschen beiderseits der Grenze aufgezeigt und die sprachlichen Barrieren selbst im bayerischen Dialekt und zwischen Franken und Altbayern persifliert. [...] Wilde Grenze ist spannend geschrieben und nett zu lesen. Und so darf sich der geneigte Leser schon auf Krals 3. Fall freuen. Es wird sicher wieder irgendetwas wildes werden.

Ein in Oberfranken angesiedelter Regionalkrimi, der nicht nur spannende Lesenachmittage verspricht, sondern auch zur Diskussion anregt.

Hier wird eine außergewöhnlich authentische Darstellung der Befindlichkeiten von Deutschen und Tschechen geschildert und dazu eine willkommene und keineswegs aufdringliche Lektion in deutsch-tschechischer Geschichte. Die Protagonisten in diesem spannenden Krimi sind durchweg glaubhaft, Da gibt es keinen Sprachballast, aber feine Ironie und detailgetreue Schilderungen. Herausragend aus der Vielzahl der trendigen Regionalkrimis!

Eine spannende, zügig erzählte Geschichte, nicht ohne (Sprach-) Witz und Ironie, mit viel Lokalkolorit, auch die immer noch wirksame problematische gemeinsame Geschichte mit Naziherrschaft und Vertreibung wird nicht ausgespart. Und dann die actionreiche Lösung des komplexen Falles: filmreif.

Zwischen dramatischen Verfolgungsjagden und hintergründig-amüsanten Debatten ist Spannung vorprogrammiert.





